Corona-Pandemie, Wirtschaftskrise, Rassenunruhen. Das Krisenjahr 2020 hält die Welt in Atem. In den USA schlägt sich die generelle Unsicherheit nun in den Waffenverkäufen nieder.

Mehr als 19 Millionen Background-Checks wurden in der ersten Hälfte des Jahres vom FBI erfasst. Knapp vier Millionen alleine im Monat Juni. Rekordwert, seit die Behörde mit der 1998 Aufzeichnung solcher Checks begonnen hatte.

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Dazu kommt die Angst vor einem neuen Präsidenten

Waffenverkäufe nehmen in den USA im Jahr der Wahl eines Präsidenten gewöhnlich zu, weil die Menschen befürchten, ein etwaiger neuer Präsident könnte den Besitz von Waffen einschränken. Doch dieses Jahr geht der Verkauf weit über das übliche Maß hinaus.

Vor allem die Coronakrise ist es, die die Menschen verunsichert. Als etwa bekannt wurde, dass Geschäfte und Restaurants in vielen Bundesstaaten schließen müssten, bildeten sich vielerorts sofort lange Schlangen vor den Waffenläden.

Sorge um die eigene Sicherheit

Aber auch die Ereignisse nach dem gewaltsamen Tod des Afro-Amerikaners George Floyd ließen die Kassen der Waffenläden klingeln. “Ziviler Ungehorsam, Ausschreitungen, Plünderungen und der Ruf nach einer Polizeireform motivieren die Menschen, sich um ihre eigene Sicherheit Gedanken zu machen”, sagte Mark Oliva von der National Shooting Sports Foundation, die die Waffenhersteller vertritt, gegenüber US-Medien. 40 Prozent der aktuellen Käufer sind übrigens Erstkäufer.

Bildquellen

  • Waffen: Symbolbild: Pixabay / zachfoltz12