In der rot-grünen Wiener Stadtregierung hängt der Haussegen schief. Die Grünen wollen ein ganzes Jahr lang ein gratis Öffi-Ticket spendieren und haben errechnet, dass das etwa 400 Millionen Euro kosten würde. Die SPÖ hat nachgerechnet und kommt auf eine Milliarde Euro. Differenz von 600 Millionen Euro. Ob die rechenschwachen Streithähne bei Finanzminister Blümel (VP) nachgefragt haben, wie das mit dem Streichen von Nullen geht, ist indes nicht überliefert …

Dass es zum Teil sogar aus dem eigenen Lager heftige Kritik für den „populistischen“ Vorstoß der Grünen gab, dürfte sie überrascht haben. Am Donnerstag ritt Klubchef David Ellensohn zur Werbetour aus …

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Wer wird Rechenkaiser?

„Wir sind gewohnt, dass es heißt, es geht nicht. Das war auch schon beim 365-Euro-Ticket so.“ Er erklärte, dass Pendler und Touristen ja weiterhin für U-Bahnen & Co. zahlen müssten, somit würden die Kosten der Aktion mit 400 Millionen Euro beziffert.

Die Wiener SPÖ hat selbst den Taschenrechner angeworfen: „580 Millionen Euro werden durch die Ticketpreise eingenommen. Wir wissen nicht, wo jedes einzelne Ticket gekauft wird. Die 400 Millionen Euro stimmen sicher nicht“, so Stadträtin Ulli Sima.

Wiener Linien gehen von Milliarde aus

Die Wiener Linien geben der SPÖ die bessere Mathematik-Note, gehen am Freitag von einer Milliarde Euro an Kosten aus.

Bildquellen

  • Wiener Linien: Symbolbild: Pixabay / theoriginalviereck