Soll es in Schwimmbädern künftig einen eigenen Badetag ausschließlich für Trans- und Intergender-Personen geben? Die Stadtratsfraktion der Nürnberger Grünen hat das zumindest gefordert. „Es gab mehrere Baustellen, die zu diesem Entschluss geführt haben“, erklärt Stadtrat Uwe Scherzer das Anliegen.

Es gebe bislang nur sehr wenige Bademöglichkeiten für diese Menschen in Deutschland.
Zudem seien die Umkleide- und Sanitäreinrichtungen grundsätzlich nur für Männer und Frauen vorgesehen. Für die Grünen ein Skandal.

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In Umkleide nicht erwünscht

Transsexuelle könnten diese Bereiche während der regulären Öffnungszeiten nämlich nicht diskriminierungsfrei nutzen.

Die grüne Überlegung nahm durch einen Fall aus Berlin ihren Lauf. Dort sei einer Transfrau der Zutritt zur Damenumkleidekabine verweigert worden. Generell seien trans- und intergeschlechtliche Menschen täglich mit Diskriminierung sowie vielen stigmatisierenden Normen konfrontiert, heißt es vonseiten der Nürnberger Grünen weiter. Denn als trans*geschlechtlicher Mensch sei man in Männer- und Damenbereichen oftmals nicht willkommen.

Eine Idee für Wien?

Ob auch die Wiener Grünen auf diesen Zug aufspringen werden und es im August bei der „Gürtelfrische“, wo ein alter Frachtcontainer am Gürtel zum Schwimmbecken für Wiener werden soll, auch einen extra Badetag geben wird, ist ebenso unbekannt, wie ob man einen eventuellen Trans-Badetag unter Umständen mit einem Burka-Badetag kombinieren könnte …

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  • Bunter Pool: Symbolbild: Pixabay / Tama66