1970 hatte Rita „Möhrchen“ Mohr einen Traum. Ihre eigene Eisdiele in Essen. „Mörchens Eis“ war geboren. 2020 sieht sich ihr Sohn mit Rassismusvorwürfen konfrontiert, möchte nun den Namen des Lokals ändern.

„Die Namenswahl ist eindeutig als rassistisch einzustufen“, heißt es in einem Schreiben des Interkulturellen Solidaritätszentrums Essen.

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Anwohnerin legte Beschwerde ein

Auf der Karte der Eisdiele finden sich zudem zwei umstrittene Sorten: „Mohren-Kuller“ und „Mohren-Birne“. „Die Namenswahl ist eindeutig als rassistisch einzustufen“, heißt es in dem Schreiben des Interkulturellen Solidaritätszentrums Essen. Auch eine Anwohnerin hätte sich bereits beschwert. Einer so bekannten Eisdiele im multikulturellen Rüttenscheidt stünde es nicht gut zu Gesicht, wenn sich auf der Eiskarte Eisbecher solcher Namen befänden.

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Besitzer denkt an Kniefall

Brisant: Obwohl der jetzige Besitzer sogar die Geburtsurkunde seiner Mutter vorlegen kann, die eindeutig klärt, wie es zur Namenswahl gekommen war, will er das Lokal nun umbenennen. „Wir sprechen uns ausdrücklich gegen jede Form von Rassismus aus … wenn sich Gäste dadurch angegriffen fühlen, tut mir das leid.“

Bildquellen

  • Mörchens Eis: Screenshot: Facebook / Mörchens Eis