Dieses Urteil ist ein Skandal: Am 3. Juli war ein 30-jähriger Algerier bei einer Fahrscheinkontrolle im ICE von Berlin nach Hamburg völlig ausgezuckt, drohte damit, den Zug in die Luft zu sprengen.

Mehr als 300 Fahrgäste mussten evakuiert werden, die Spezialeinheit GSG 9 ruckte an, überwältigte den in Frankreich geborenen Mann. Zur Traumatisierung der Reisegäste kam auch noch Chaos im Bahnverkehr dazu – 59 verspätete, elf ausgefallene und 19 umgeleitete Züge.

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Lebte in deutschem Abrisshaus

Das „Urteil“: 60 Tagessätze a 15 Euro fürs Schwarzfahren. Insgesamt also 900 Euro für die Terror-Drohung. Mehr nicht …
Der Mann war laut „Bild“ alleine seit 22. Mai in Deutschland fünfmal von der Bundespolizei beim Schwarzfahren erwischt worden, verfügt auch in Frankreich über ein langes Vorstrafenregister. Hehlerei, Körperverletzung, Einbruchsdiebstahl, Betrug, Unterschlagung, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (Drogenbesitz).

Keine Papiere, kein Geld

Gültige Papiere führte er natürlich bei der Festnahme nicht mit sich, gab an, in Deutschland in einem Abrisshaus zu leben.
Nach dem Urteil fuhr der Mann nach Frankreich. Mit dem Zug.

Bildquellen

  • ICE Deutsche Bahn: Symbolbild ICE in Frankfurt: VidEst / Shutterstock.com