2,7 Tonnen pro Jahr. Diese Menge des umstrittenen Spritzmittels Glyphosat, verbrauchen die ÖBB und gelten damit noch immer als größter Einzelverbraucher des Landes. Um die Gleisanlagen von Pflanzen freizuhalten.

Da das Pestizid im Verdacht steht, krebserregend zu sein, das Spritzmittel im Verdacht steht, krebserregend zu sein, wird im August die EU die Weichen für ein Verbot in Österreich stellen. Doch wirkliche Alternativen sind noch nicht gefunden …

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Heißwasser statt Pestiziden

Gemeinsam mit den Schweizer Bahnen und der Deutschen Bahn werden derzeit andere Chemikalien und das Spritzen mit Heißwasser getestet. Letzteres wird bereits vom Verein Gailtalbahn auf der Strecke zwischen Hermagor und Kötschach Mauthen gegen Pflanzen auf dem Gleisbett verwendet.

Schwierige Suche nach Alternativen

Doch selbst viele Landwirte, die Glyphosat von ihren eigenen Äckern längst verbannt haben, halten nicht viel von einem generellen Verbot. Immer wieder verweist man auf keineswegs harmlose Wirkstoffe in anderen chemischen Unkrautvernichtern. „Wir brauchen eine Kombination aus einem Teilverbot und zusätzlichen Auflagen“, betont Adolf Marksteiner, Experte in der Landwirtschaftskammer am Dienstag gegenüber dem „Standard“.

Der Streit um Glyphosat ist in Österreich längst Politikum und ein absoluter Drahtseilakt zwischen den Interessen der Landwirtschaft und der allgemeinen Gesundheit. Zwischen Panik und Realität.

 

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Bildquellen

  • Glyphosat: Symbolbild: Pixabay / hpgruesen