Das war knapp: Am Montag kam es aufgrund eines Gasaustrittes in einem Mehrparteienwohnhaus in Ottakring zu einem größeren Einsatz von Polizei, Berufsfeuerwehr, den Wiener Netzen und der Wiener Berufsrettung. Ein Schlosser hatte zuvor im Beisein eines Gerichtsvollziehers sowie zwei weiteren Personen aufgrund einer Delogierung eine Wohnungsöffnung durchgeführt. Im Inneren bemerkten die Personen verdächtigen Gasgeruch, flüchteten ins Freie und verständigten den Notruf.

Kräfte der Wiener Berufsfeuerwehr stellten in Folge in der Wohnung ein volatiles Gas-Luft-Gemisch fest. Brisant: Die Gaskonzentration in der Luft dürfte bereits an der Explosionsschwelle gewesen sein.

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Pole wollte Haus in die Luft sprengen

Beamte der Berufsfeuerwehr Wien sowie der Wiener Netze konnten die Gefahr einer möglichen Gasexplosion durch Schließen der Gasleitung abwenden. Zeitgleich wurde das Wohnhaus mit speziellen Druckbelüftungsgeräten belüftet, Feuerwehrtrupps kontrollierten die Wohnungen des Hauses und führten Gasmessungen durch.
Bei der kriminalpolizeilichen Wohnungsbeschau durch Beamte des LKA Wien wurden offensichtliche Beschädigungen bei einer Gaszuleitung festgestellt, die durch Werkzeugeinwirkung entstanden sein dürften. Aufgrund dieser Tatsache bestünde nun der dringende Verdacht, dass der zu delogierende Wohnungsmieter, ein 62-jähriger Pole, die Beschädigungen an der Gasleitung vorsätzlich herbeigeführt hatte, um eine Explosion bei einer späteren Wohnungsöffnung auszulösen.

Menschenleben in akuter Gefahr

In diesem Falle wären erfahrungsgemäß etliche Menschenleben in Gefahr und erhebliche Sachbeschädigungen zu erwarten gewesen.
Das LKA Wien beschlagnahmte die gesamte Wohnung. Der Aufenthaltsort des Beschuldigten ist derzeit unbekannt, die Ermittlungen laufen. Bei dem Einsatz wurden keine Personen verletzt. Aus Gründen der Vorsorge war die Wiener Berufsrettung dennoch mit einem größeren Kräftekontingent vor Ort.

LPD Wien / Presse

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