Die in unserer alternden Gesellschaft immer wichtigeren Pflegeberufe attraktiver zu machen, ist seit Jahren das erklärte Ziel der Politik. Oberösterreich will ab Februar 2021 mit einem Paket in der Höhe von 33,7 Millionen Euro dafür sorgen.

Es betrifft Mitarbeiter in der Pflege in den Krankenhäusern, in den Alten- und Pflegeheimen, in den mobilen Diensten und jene, die Leistungen nach dem Chancengleichheitsgesetz erbringen.

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Neues Gehaltspaket

Im Rahmen einer Pressekonferenz in Linz wurde am Mittwoch auch ein Gehaltspaket für Diplom Krankenpflegekräfte, Hebammen und Sozialarbeiter präsentiert. Hier sollen auch die gestiegenen Herausforderungen der letzten Jahre Rücksicht finden. Es soll für diese Berufsgruppen eine Verbesserung um eine halbe bis eine ganze Funktionslaufbahn erfolgen. So wird in Zukunft etwa eine Diplom Krankenschwester um 169 Euro (brutto) pro Monat mehr auf dem Konto haben. Von dieser Änderung profitieren rund 13.500 Mitarbeiter.

Einreihung der Pflegefachassistenz

Eine Einigung konnte auch in der Einreihung des neuen Berufs der Pflegefachassistenz erzielt werden. Die Einreihung soll in der Funktionslaufbahn LD 18 bzw. bei künftiger Kompetenzerweiterung in LD 17 erfolgen, ein Pflegezuschlag von 220 Euro wird zusätzlich gewährt (Beispiel bei Gehaltsstufe 7 zB zukünftig € 2.727 bzw. € 2.856).

Quelle: Land OÖ / Max Mayrhofer
v.l.: Helmut Woisetschläger (Landesvorsitzender der Gewerkschaft vida OÖ), Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gesundheitsreferentin Mag.a Christine Haberlander
Entlastungen der Pflegekräfte durch verbesserte Arbeitsbedingungen

Neben finanziellen Verbesserungen soll es auch Entlastungen im Arbeitsalltag geben. In den Alten- und Pflegeheimen ab 60 Betten wird ein zweiter Nachtdienst eingerichtet. Die Abgeltungen für kurzfristiges Einspringen soll deutlich verbessert werden. Unterstützung in den Alten- und Pflegeheimen durch zusätzliches Hilfspersonal im Ausmaß von zusätzlich zwei Prozent vom Mindestpersonalschlüssel.

Verbesserte Abgeltung der Anwesenheitsbereitschaft in den Krankenhäusern

Arbeitszeitverkürzung in den Alten- und Pflegeheimen für das Pflegepersonal durch Vereinheitlichung in allen Heimen durch die sog. „40igstel“ Regelung von derzeit 40 Wochenstunden auf eine annähernd 39 Stundenwoche.
Bei Teilzeitbeschäftigten im Pflegebereich wird ein Recht auf Vollzeitbeschäftigung in einer gleichwertigen Verwendung verankert.

 

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Bildquellen

  • Pressekonferenz: Land OÖ / Max Mayrhofer
  • Symbolbild Pflege: pixabay / truthseeker08