Immer diese Radfahrer. Den Ärger, den die Wiener mit ihren Pop-up Radwegen schon gewohnt sind, mussten heute auch die Linzer fühlen: Mega-Stau vom Römerbergtunnel bis zum Bindermichl, nichts ging mehr auf den Zufahrtsstraßen zur Nibelungenbrücke. Die Stahlstadt stand still. Schuld daran? Eine Drahtesel-Demonstration mit der Sperre jeweils eines der drei Fahrstreifens – um zu veranschaulichen, was die Radfahrer ihrer Meinung nach brauchen würden.

Ausgerechnet am ersten Tag des Projekts „Autofreier Hauptplatz“ zeigten die Radler, dass auch sie für Stau sorgen können.

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Polizei beendete die Aktion

Doch die Aktion ging nach hinten los. Nach knapp eineinhalb Stunden wurde sie aufgrund des angerichteten Chaos von Stadt und Polizei abgebrochen. „Es gab einige brenzlige Situationen mit Autofahren, Radfahrern und Fußgänger, deshalb haben wir sie darum gebeten“, sagte Heinz Oberauer vom Stadtpolizeikommando gegenüber den OÖN. Das Verkehrsproblem sei einfach „zu massiv gewesen“, gegen 17.35 Uhr waren wieder alle Fahrspuren für den Verkehr frei.
Die Radaktivisten sind sich keiner Schuld bewusst. Es sei nicht ihre Intention gewesen, dass der Verkehr zusammenbricht, so ein Sprecher. Viele Radfahrer gaben der Polizei die Schuld.

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Unterschiedliche Wahrnehmungen

NEOS-Politiker Lorenz Potocnik zeigte sich indes von der Aktion begeistert. FPÖ-Stadtvize Markus Hein teilte die Begeisterung nicht, wetterte: „Besser hätte man den ersten Tag des autofreien Hauptplatzes nicht sabotieren können!“

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Bildquellen

  • Radweg Linz: Screenshot: Facebook