Ausgerechnet Norbert Hofer, der selbst nicht unbedingt die besten Erfahrungen mit Wahl-Wiederholungen sammeln durfte, kündigte am Montag eine ebensolche bereits für die Wien Wahl an.

„Sollte der Wohnsitzlimbo des THC-Obmanns durchgewunken werden, wird es zu einer Wahlanfechtung kommen“, zwitscherte Hofer via Kurznachrichtendienst Twitter in die Welt hinaus.

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Bringt es den „Wandel“?

Gemeint ist damit (dem Sommerloch sei es gedankt) die von der Kleinstpartei „Wandel“ initiierte Kampagne um den Wohnsitz von Heinz-Christian Strache. Ein Strohhalm, an den sich nun auch Straches Ex-Partei verzweifelt klammert.

„Vorwürfe werden ins Leere gehen“

„Die tagtäglichen Vorwürfe ohne Inhalt und Anpatzversuche gegen HC Strache sind ein derart durchsichtiges Schauspiel, das uns viele Wähler geradezu in die Arme treibt. Wie sehr müssen sich die politischen Mitbewerber und Mächtigen eigentlich fürchten, um regelmäßig zu derartigen Mitteln zu greifen? Aber so wird auch der Versuch, mit einem inszenierten Meldeskandal die Kandidatur HC Straches am 11. Oktober zu verhindern, ins Leere gehen“, erklärte THC-General Christian Höbart dazu bereits am Wochenende.

Und auch die Antwort von Strache persönlich ließ nicht allzu lange auf sich warten:

Angst vor dem Debakel

Dass der FPÖ am 11. Oktober in Wien das nächste Debakel droht, scheint so gut wie sicher. Ob Neuwahlen den Blauen etwas bringen würden, ist fraglich. Fakt ist, dass es den Freiheitlichen nicht schmecken wird, dass ihr Spitzenkandidat Dominik Nepp in den (freilich nur spielerischen) Umfragen zur „Bürgermeister Direktwahl“ hinter dessen einstigem Idol HC Strache liegt.
So verständlich die Angst vor einer drohenden Blamage in der Hauptstadt auch ist: Mit dem Wort „Neuwahlen“ sollte die FP-Spitze vorsichtig umgehen.

Oder wie es ein besonders sarkastischer Beobachter auf Facebook kommentierte:

Das passt gut, Fpö und Wahlanfechtungen sind ja eine Erfolgsgeschichte. Nepp wird auch eine 🤡😂

 

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