In der Bundeshauptstadt Wien gab es bereits am Montag 81 neue Corona-Fälle zu vermelden. Nun ist klar, es handelt sich vor allem um ein Cluster, das vor einigen Tagen im Rahmen einer Gedenkfeier in der türkischen Community entstanden ist.

38 Erkrankte zählt das Familien-Cluster derzeit, 23 von ihnen sind türkische Staatsbürger. Drei der 38 Fälle betreffen Personen, die ihren Wohnsitz in Niederösterreich gemeldet haben.

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Problemfall Favoriten

Verbreitet hatte sich das Virus in einem islamischen Gebetshaus in Favoriten durch einen Reiserückkehrer, der aus der Türkei kam.
Doch neben dem Türken-Cluster gibt es noch einige weitere Fälle in Favoriten. So gibt es hier 25 Fälle innerhalb von Familien-Clustern, zwei Kindergärten sind betroffen. Zudem gibt es sieben Fälle in einem Pflegeheim.
Auch wenn die Fälle unter Heimkehrern laut Behörden „nicht auffällig“ sein soll, räumte man am Mittwoch ein, dass unter den positiv Getesteten doch recht viele Einreisende aus Serbien zu verzeichnen seien.

Wieder immer mehr Migranten kommen

Indes wächst vor allem in Italien die Sorge: Täglich kommen in Sizilien wieder Hunderte Bootsmigranten an – Brisant: Viele von ihnen flüchten nicht nur aus ihrer Heimat, sondern auch immer wieder aus der Corona-Quarantäne („Jetzt24“ berichtete).

Während eine Oberösterreicherin zu einer bedingten Haftstrafe und der Zahlung von 1.200 Euro verurteilt wurde, weil sie trotz Quarantäne eine kleine Runde spazieren gegangen war, dürfen sich so manche andere scheinbar weiterhin alles erlauben.

Bildquellen

  • Corona: Symbolbild: Pixabay / Tumisu