Eine vermeintliche Corona-Infektion war für einen 27-jährigen Asylwerber aus dem Irak gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Der Mann fasste den Entschluss, sich das Leben zu nehmen. Er kam daraufhin ins Spital, wo er allerdings wild randalierte und Personal verletzte. Am Mittwoch gab es deshalb vier Jahre Haft.

Im Asylheim des 27-Jährigen waren Verdachtsfälle aufgetreten, auch der Iraker wurde getestet. Er sei sich in diesem Moment sicher gewesen, dass er erkrankt sei. Also trank er Benzin – und kam auf die Corona-Verdachtsstation für psychisch Kranke im KH Hietzing.

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Iraker trank Benzin, wollte dann aber doch weiterleben

Dort schöpfte er scheinbar neue Lebenslust. Er verweigerte die Medikamente, war aggressiv, wollte raus aus der Quarantäne, das Leben genießen und Zigaretten rauchen.
Weil das im Krankenhaus alles nicht möglich war, bespuckte er das Personal, warf mit Tellern, trat um sich, wollte eine Ärztin beißen und schlug einen Pfleger zwischen die Beine. Schließlich attackierte er sogar einen Sicherheitsmann mit einem Buttermesser.

„Ich schwöre bei Gott, dass das so nicht stimmt. Und wenn, dann tut es mir leid“, sagt der Iraker laut „Krone“. Corona hatte er nie. Er wurde am Mittwoch zu vier Jahren Haft verurteilt.

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  • justitia: Symbolbild: Pixabay / pixel2013