Der Vater von „Pumpgun Bilal“ wurde in Essen beigesetzt. Dabei wurde mitunter klar, warum sein Filius nicht auf den Namen „Schutzmasken Bilal“  oder „Abstand-Bilal“ hört: 750 Trauergäste nahmen Abschied – auf Corona-Bestimmungen pfiffen sie alle.

Eigentlich sind bei Beerdigungen in Nordrhein-Westfalen derzeit nur 150 Gäste erlaubt. Doch für große arabische Clans gelten deutsche Gesetzte schon längst nicht mehr. Das weiß auch die Polizei – und unternahm nichts …

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Behörde schritt nicht ein

Bei dem Verstorbenen handelte es sich um den Vater von Bilal H., genannt „Pumpgun Bilal“, – einer aus der kurdisch-libanesischen Großfamilie, dessen Onkel der sogenannte Pate von Berlin ist und den die Behörden als verurteilten Intensivtäter aus dem Essener Nordviertel ziemlich weit oben in der Familien-Hierarchie eingeordnet haben.
Und natürlich wollten sich möglichst viele Leute von einer solchen Person verabschieden. 750 statt der erlaubten 150. Doch die Behörden schritten nicht ein. Aus Angst vor den mächtigen Clans, wie Kritiker befürchten. Die Stadt verweist indes schlichtweg darauf, dass man der Familie, die sich sehr kooperativ gezeigt habe, den Raum geben wollte, in Ruhe und Frieden vom Verstorbenen Abschied zu nehmen.

38 Knöllchen

Aber es gibt sie auch in dieser Geschichte, die wahren Helden des Alltags: Tätig wurde das Ordnungsamt nämlich rund um den Friedhof, als es 38 Strafzettel an die falschparkenden Autos der Trauergemeinde heftete.

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Bildquellen

  • Polizei: Symbolbild: Pixabay / cocoparisienne