Mehr als 5.000 Migranten kamen im Monat Juli über das Mittelmeer nach Süditalien. Am Samstag trafen weitere 250 in acht Booten auf Lampedusa ein. Der Bürgermeister der Insel ergriff nun Gegenmaßnahmen. Er ließ das Aufnahmezentrum der Insel schließen, in dem zurzeit 950 Personen untergebracht sind.

„Man kann nicht tausend Personen in einer Struktur einpferchen, in der es eigentlich nur Platz für 95 gibt“, erklärte Bürgermeister Salvatore Martello.

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Angst, dass die Migranten Corona bringen könnten

Er begreife nicht, warum Italiens Premier Giuseppe Conte nicht den Ausnahmezustand auf der Insel aufruft. Seit Juli sind über 5.000 Personen eingetroffen. Mit ihnen kommt die Angst vor einer zweiten Covid-19-Welle. Immer wieder türmen die Migranten aus der Quarantäne, halten sich nicht an die Regeln („Jetzt24“ berichtete). In den letzten Wochen kamen mehr Migranten als 2011. Damals hatte die Regierung den Ausnahmezustand auf Lampedusa ausgerufen.

Migranten, die von nun an Lampedusa erreichen, werden im Hafen warten müssen, bis sie nach Sizilien geführt werden.

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  • Bootsmigranten: Symbolbild: photofilippo66 / Shutterstock.com