Unfassbar klingt es eigentlich, was Ermittler in der Steiermark enthüllten: Um weiterhin illegal rot-weiß-rote Sozialleistungen kassieren zu können, wurden mehr als 1.000 Kosovaren regelmäßig nach Österreich gefahren.

Der Clou: Für die Transporte zu den Behördenterminen wurde extra eine Buslinie gegründet!

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Lebten in ihrer Heimat

Österreichs prall gefüllter Sozialtopf lockte sie an. Arbeitslosengeld, Mindestsicherung oder auch Familienbeihilfe. Eigentlich muss man für diese Leistungen in Österreich leben – doch mehr als 1.000 Kosovaren ließen sich von dieser Hürde nicht abschrecken.
Nur zum Schein meldeten sie sich hier an, lebten aber weiter in ihrer Heimat. Auf Kosten der österreichischen Steuerzahler, wohl gemerkt.

1.737 Fahrten

Tüchtig: Um weiterhin die staatlichen Gelder in Anspruch zu nehmen, mussten die Betrüger auch regelmäßig bei den Behörden vorstellig werden. Also gründete der Kosovare kurzerhand ein Busunternehmen, mit dem er seine Landsleute nach Österreich fuhr. Insgesamt 1.737 Fahrten mit über 1.000 Verdächtigen wurden nachweislich durchgeführt. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro.

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Bildquellen

  • Bus: Symbolbild: Pixabay / M_Caballero