In ganz Mitteleuropa kommen derzeit wieder vermehrt Migranten an. Mit dieser neuen „Flüchtlings-Welle“ kommt auch die Angst vor einer erneuten Corona-Welle mit. Alleine im niederösterreichischen Asylzentrum Traiskirchen gibt es aktuell acht bestätigte Covid-Fälle. Und auch bei unseren Bayerischen Nachbarn will man nun bei Asylwerbern genauer hinsehen.

Für den „Flüchtlingsrat“ des Freistaats ist das aber eine nicht akzeptable Frechheit …

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Jeder Asylwerber soll getestet werden

„Eine Respektlosigkeit sondergleichen ist das“, sagte der Sprecher des Flüchtlingsrates, Stephan Dünnwald, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ am Montag.

Hintergrund ist ein Beschluss der Staatsregierung, die in Asylunterkünften mehr verdachtsunabhänig auf das Coronavirus testen will. Konkret: Jeder Asylbewerber, der einen Arzttermin in einem der Ankerzentren Bayerns hat, soll demnach routinemäßig auf eine Covid-19-Erkrankung getestet werden. Auch, wenn es für eine solche gar keinen Verdacht gibt.

Flüchtlingsrat fordert bessere Bedingungen für die Migranten

Wichtiger als diese Tests sei die Verbesserung der Lebensumstände und eine bessere Aufteilung der Migranten auf die Unterkünfte, betonte Dünnwald in der Zeitung. „Teilweise benutzen 30 Menschen eine Toilette“, sagte er.
Prekär: Genau unter solchen Umständen breitet sich das Virus rasant aus, was generelle Tests in den Augen der Mediziner so sinnvoll machen würde …

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Bildquellen

  • Corona-Paar: Symbolbild: Pixabay / iqbalnuril