Mit dem heutigen Tag ist die linke Kampagne rund um das „Ibiza-Video“, das HC Strache zu Fall bringen sollte, endgültig überführt und enttarnt. Der ehemalige Vizekanzler betonte seit der ersten Veröffentlichung der Ausschnitte des Videos durch die Medien „Süddeutsche Zeitung“ und „Spiegel“ stets, dass die Zusammenstellung der Ausschnitte bewusst nachteilig gewählt wurde, um ein falsches Bild seiner Person zu erzeugen.

Nicht nur sein Rechtsanwalt, Mag. Johann Pauer, sieht Straches Sicht der Dinge nun bestätigt.

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Rechtswidrige Angebote immer wieder abgelehnt

Brisant: Strache hätte immer wieder rechtswidrige Angebote des Lockvogels entschieden zurückgewiesen und auch eine Privatisierung des österreichischen Wassers kategorisch abgelehnt.
Nun scheint auch klar, weshalb die „Süddeutsche Zeitung“ und „Spiegel“ das Ersuchen des HC Strache, in das Gesamtmaterial Einsicht nehmen zu können, stets abgelehnt hatten.

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Aus der Einsichtnahme in die Videoausschnitte und den bisher von der WKStA transkribierten Teilen wird ersichtlich, dass der Lockvogel versuchte, mit hohen Summen (teilweise ist von EUR 270 Millionen die Rede) HC Strache zu rechtswidrigen Handlungen zu verleiten. HC Strache lehnte diese Angebote entschieden und konsequent ab. Er betonte, dass ausschließliches Ziel seiner politischen Tätigkeit das Wohl der Bevölkerung ist und er jegliches rechtswidriges Verhalten zu tiefst ablehnt. Dies ist, so Pauer in einer Aussendung, sei durch nachstehende, auszugsweise dargestellte Konversationen objektiviert:

Konversation 1

HCS „Es gibt bei mir nur ganz korrekte Ebenen, alles was in meinem Leben
heut angegriffen wird, ist korrekt. Ja? Und ich, es gibt bei mir keine
Selbstbereicherung oder sonstige Scheißgeschichten, das gibt es nicht. Ja? Sondern es gibt Interesse, was wollen wir politisch, wohin wollen wir politisch, was hat die Bevölkerung, was hat der Steuerzahler davon
und wenn dann ein Unternehmer einen Profit hat, solls mir recht sein, wenns ins Konzept passt.“
JH „OK. Im Endeffekt, was ich ihr vermitteln soll, ist, dass ihr für diese Geschichte bereit seid ihr zu helfen, aber ihr erwartet keine Gegenleistung.“
HCS „Nichts, nichts“
Konversation 2
JH „Ich verstehe eure Position wo du sagst okay gut ich kann mich in eine
Position bringen wo ich mich jetzt quasi öffne und der Korruption
preisgebe“
HCS „Nein mach ich nicht! Nie!“
Konversation 3
JH „Schau, sie will hören: ich bring 270 Millionen innerhalb von so und so
viel Zeitraum bekomme ich das zurück und ihr bekommt’s das..“
JG „Her.., ja, aber..“
HCS „Ja, aber das spielt’s nicht.“
Konversation 4:
JH „Schau, sie braucht mehr oder weniger definitive Zusagen auf, egal
was. Es gibt 20 verschiedene Optionen und sie braucht klare, irgendwas! Was wäre so als, ok wenns passiert, schau ma, verschiedene Möglichkeiten, wir finden einen Weg …“
HCS „Nein, aber es wäre unredlich.“
JH „Natürlich. Aber ganz ehrlich …“
HCS „Unredlich.“
Der Lockvogel macht dem Transkript der WKStA zu Folge immer wieder erfolglos rechtswidrige Angebote und behauptet nicht zu verstehen, weshalb so etwas in Österreich nicht möglich sei, da es – ihren Angaben zu Folge – im „Osten“ ja völlig üblich wäre:
HCS „Nein, nein, aber jetzt sind wir ehrlich. Mit jedem anderen Scheiß
machst du dich angreifbar und ich will nicht angreifbar sein. Ich will ruhig schlafen. Ich will in der Früh aufstehen und sagen bin sauber und
wenn, dann tue ich was da. Und das ist die Stärke. Und wenn ich dann
in Pension geh, freu ich mich, wenn der eine oder andere Freund sich
an mich erinnert und sagt okay okay.“

Selbstbereicherung oder sonstige Scheißgeschichten, das gibt es nicht. 

JG „Ja“
JH „Ja das klassische Model“
HCS „Ja aber das ist der Punkt“
JH „Der Punkt. Der Punkt ist schwer erklärbar.“
HCS „Nein Nein der Punkt.“
JH „Ich glaubs sogar. Ich versteh es. aber erklär das wem der im Osten aufgewachsen ist.“
HCS „Wer das kennt. Aber das wollen wir ja gerade nicht. Und das ist eben
genau der Unterschied.“
JG „(Anfang unverständlich.) Ihre Fragen sind genial, denn sie bringen es
auf den Punkt.“
JH „Ja sie ist direkt. Sie ist rein direkt. Sie ist total direkt.“
JG „Vollkommen richtig“
JH „Naja es ist unmöglich nicht direkt zu sein. Naja es ist so (Rest nicht verständlich)“
JG „Naja ist in Ordnung, aber in Wirklichkeit, haben wir das beantwortet.
Es ist klar, da ist etwas drinnen aber wir machen nichts Illegales,
Punkt.“
HCS „Nichts“
JG „Ja voll klar“
HCS „Und das ist ein ganz ein wichtiger Punkt aber es ist ehrlicher und es ist
korrekt. Die Anderen machen es anders. Aber das macht den Unterschied aus.“
Noch deutlicher zeigt dies ein anderer Teil der Konversation:
HCS „Weißt du was unser Angriffspunkt ist? Das wir alle wissen, dass wir 24
Stunden beobachtet werden, dass wir völlig im Visier des Staatsschutzes stehen“
JG „Voll abgehört. Staatsanwaltschaft (…unverständlich)“
HCS „Dass man uns bei jeder Kleinigkeit vernichten will. Ich hab es daher
nicht notwendig, bei mir gibts nichts Angreifbares, die können mich
durchleuchten was sie wollen, sie finden nichts, weil ich mir nichts zuschulden kommen lasse, was es da gibt. Der größte Fehler wäre, einmal
anders zu handeln. So, die Anderen machens, die Anderen machens,
sollen sie machen.“
JG „Da schaut keiner drauf“
HCS „Aber“
JG „Da schaut keiner drauf, bei uns schon.“
HCS „No way, mach ich nicht, mach ich nicht und bei mir nur gerade Geschichten, das musst du ihr vermitteln, ganz gerade Geschichten, aber
sie kann sich darauf verlassen.“

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Immer wieder gegen die Privatisierung unseres Wassers

HC Strache hat sich immer gegen die Privatisierung des österreichischen Wassers gestellt. Er hat einen „Verfassungsschutz“ für Wasser mit Einnahmemöglichkeiten für den österreichischen Staat – nach dem norwegischen Modell inBezug auf Erdöl – gefordert. Nachfolgende Zitate des HC Strache finden sich im Transkript der WKStA:

• „Wasser ist das weiße Gold.“
• „Und neben der verfassungsrechtlichen Verankerung, das als Schutz für
die Bevölkerung sicherzustellen, würde mir vorschweben, eine staatliche Struktur, wo du Wasser verkaufst.“
• „Eine Privatisierung des Wassers ist undenkbar.“

Nur ein kleiner Teil des Videos

Festzuhalten ist, dass bisher nur ein kleiner Teil des „Ibiza-Videos“ zur Einsicht zugänglich ist bzw. transkribiert wurde. Dies liegt daran, dass die Ermittlungsbehörden nur jene Teile zum Akt nehmen, die für die Beurteilung des jeweiligen Sachverhaltes (Ermittlungsverfahrens) von Relevanz sind. Nachdem die Ermittlungsbehörden im Sinne des Objektivitätsgebotes verpflichtet sind, auch sämtliche entlastenden Passagen zum Ermittlungsakt zu nehmen, ist davon auszugehen, dass die in anderen Ermittlungsverfahren zu erwartende, weitreichendere Transkription noch deutlicher aufzeigen wird, dass die Auswahl der veröffentlichten Passagen bewusst nachteilig erfolgte.

Bildquellen

  • HC Strache: Screenshot: Facebook