Tagelang schockierten Angriffe auf den Präsidenten der Israelitschen Kultusgemeinde in Graz, Elie Rosen, sowie auf die Grazer Synagoge. Seit klar ist, wer für die Taten verantwortlich ist, hört man aber nur ein leises, beschämtes Rauschen aus dem Blätterwald der Mainstream-Presse.

Es war offenbar ein Syrer. Sonntagabend wurde der 31-Jährige von der Polizei festgenommen, zeigt sich laut Angaben des Innenministeriums geständig. Rosen ist der Festnahme des Verdächtigen erleichtert, mahnte jedoch: „Wir dürfen uns nicht zurücklehnen.“

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Syrer wütete in Graz

Die Synagoge mit Steinen beworfen und mit Parolen beschmiert, dann die Scheiben eingeworfen, einen Anschlag auf ein Lokal verübt, Steine auf ein Bordell geworfen und als „krönenden Abschluss“ der Angriff auf den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde in Graz. So wütete der Syrer in der steirischen Landeshauptstadt.
Bevor der Syrer geschnappt werden konnte, gab es in Graz noch eine Kundgebung, zu der die Jüdische Hochschülerschaft aufgerufen hatte. Viele Menschen kamen – ein Zeichen dafür, dass die Zivilgesellschaft Antisemitismus und politischen Terror nicht hinnimmt.

Importierter Antisemitismus

„Never again“ stand auf Transparenten zu lesen – nie wieder.  „Vor allem durch den unkontrollierten Zuzug von Migranten aus dem arabischen Raum – wo Antisemitismus weitestgehend an der Tagesordnung steht, wird das mit dem „Nie wieder“ aber schwierig, befürchten Beobachter. Und tatsächlich, scheint der importierte Antisemitismus das größte Problem darzustellen.