„Seenotrettung“ nennt die Evangelischen Kirche das, was sie vor Libyen mit der „Sea-Watch 4“ veranstaltet. Nun wurden wieder rund 100 Menschen aus dem Meer geholt. Und der Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm fordert nun eine rasche Verteilung dieser Migranten innerhalb Europas.

Wie die Organisation am Montag mitteilte, führte das Schiff bereits die dritte Rettungsoperation innerhalb von 48 Stunden aus. Nun habe man insgesamt mehr als 200 Menschen an Bord.

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Kirche finanziert das Schiff

Nach den ersten erfolgreichen Rettungseinsätzen der „Sea-Watch 4“ hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, die Notwendigkeit kirchlichen Engagements bei der Seenotrettung bekräftigt. Die Rettung am vergangenen Wochenende habe „in trauriger Weise“ gezeigt, dass die Mission des überwiegend aus kirchlichen Mitteln finanzierten Schiffes nötig sei.

Für den Landesbischof wäre das an Schleppen von Migranten zudem Aufgabe des Staates. Aber die Länder der EU würden wegschauen. „Und deswegen ist es natürlich Aufgabe der Kirche, sich vom Leid der Menschen anrühren zu lassen. Man kann nicht beten und das Leid des Nächsten übersehen.“

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Bildquellen

  • Bootsmigranten: Symbolbild: photofilippo66 / Shutterstock.com