Im Jahr 2020 mussten wir schon einiges einstecken. Nun erreicht uns die nächste schlechte Nachricht: Heuer wird sogar das „Zecken-Superjahr“ 2018 noch in den Schatten stellen. Bis Ende August gab es nämlich schon mehr Fälle von FSME als vor zwei Jahren.

154 Erkrankte verzeichnete man 2018, die sich über die „Ekel-Krabbler“ mit dem FSME-Virus angesteckt haben. Bis 25. August dieses Jahres zählte man bereits 205 gemeldete Fälle.

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Aus Afrika eingeschleppte Zecke

Doch damit nicht genug! Auch die tropische Riesenzecke „Hyalomma marginatum“ fühlt sich plötzlich sehr wohl bei uns. Die Art wurde aus Afrika eingeschleppt, jagt ihre Opfer aktiv und gilt als Überträgerin des Krim-Kongo- und Zeckenfleckfiebers.

Die Riesenzecke ist merklich größer als die in Europa häufigste Art „Gemeiner Holzbock“. Die Beine sind heller als der Schild und meist merklich geringelt.

 

Ansteckend wie Ebola

Gegen das Krim-Kongo hämorrhagischen Fieber (CCHF) gibt es nicht einmal eine Impfung. Perfide: Vor allem medizinisches Personal ist gefährdet, denn anfangs wirkt CCHF wie ein fieberhafter Infekt, der aber dann ansteckend wie Ebola wird, wenn es zu neuralgischem Fieber kommt.

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