Der bekannte Street-Art-Künstler „Banksy“ steigt offenbar ins „Schlepper“-Business ein. Am Freitag wurde bekannt, dass er ein „Rettungsschiff“ bemalt und ins Mittelmeer geschickt hat.

Wie aber ist es dazu gekommen, dass Banksy der Rettungsorganisation Sea-Watch unter die Arme greift? Laut der britischen Tageszeitung „Guardian“ geht Banksys Beteiligung an der Rettungsaktion auf eine E-Mail zurück, die er im September 2019 an die deutsche „Sea-Watch“-Kapitänin Pia Klemp geschickt hatte.

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„Hallo Pia, ich habe über deine Geschichte in der Zeitung gelesen. Du klingst wie ein knallharter Typ“, zitiert die Zeitung aus der Nachricht, die Klemp zunächst für einen Scherz hielt.

Schnell genug, um Küstenwache zu überholen

Banksy habe weiter geschrieben, dass er ein Künstler aus Großbritannien sei und einige Arbeiten über die Migrationskrise gemacht habe. „Natürlich kann ich das Geld nicht behalten. Könntest Du es verwenden, um ein neues Boot oder so etwas zu kaufen? Bitte lass es mich wissen. Gut gemacht. Banksy.“

Die 31 Meter lange Motorjacht ist zwar kleiner als die anderen Schiffe, aber wesentlich schneller als andere NGO-Rettungsschiffe. Die „Louise Michel“ könne „hoffentlich die sogenannte libysche Küstenwache überholen“, bevor diese Boote mit Geflüchteten und Migranten erreiche und sie in die Internierungslager in Libyen zurückbringe, so Klemp.

Bildquellen

  • Bootsmigranten: Symbolbild: photofilippo66 / Shutterstock.com