„Soll die Wiener Polizei, mit Ausnahme von Spezialeinheiten, ihren Dienst ohne Schusswaffe versehen?“, diese Frage auf Wahlkabine.at zur Wien-Wahl sorgt für mächtig Aufregung. Fast alle Parteien lehnen das klar ab, es gibt aber auch zwei Befürworter: Die Grünen und die Linken.

Prompt erntete es dafür Kritik der anderen Parteien.

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Bürger müssen geschützt werden

„Unfassbar, der grün-kommunistische Koalitionspartner von Kurz. Diese Chaos-Truppe möchte die Wiener Polizei entwaffnen! Wir als Team HC Strache sprechen uns natürlich dagegen aus, die Polizei MUSS für alle Eventualitäten gerüstet sein, um Bürger bestmöglich schützen zu können“, schreibt etwa Team HC Strache Generalsekretär Christian Höbart auf Facebook.

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„Heute“ hat nachgefragt

Die Wiener Grünen sehen das anders, verweisen darauf, dass „Wien glücklicherweise so sicher ist, dass die Wiener Polizei nur äußerst selten von der Schusswaffe Gebrauch machen muss. Ein Mitführen einer Schußwaffe außerhalb von Spezialeinheiten scheint daher nicht notwendig.“

Die Kollegen der Boulevard-Zeitung „Heute“, die die Sache aufgedeckt hatte, hielten Rückfrage beim grünen Sicherheitssprecher Niki Kunrath: „Wien ist eine der sichersten Millionenstädte der Welt. Wien ist so sicher, dass wie zum Beispiel in Großbritannien, wo nur ca. 5% der Polizisten Schusswaffen tragen, der Großteil mit Tasern, Pfeffersprays und Schlagstöcken ausreichend bewaffnet unterwegs seien kann. Warum Verkehrspolizistinnen und -Polizisten bewaffnet seien sollen, ist für uns daher nicht nachvollziehbar“, lautete die Antwort …

Bildquellen

  • Polizei: Spitzi-Foto / Shutterstock.com