„Orange Is the New Black“ heißt eine sehr erfolgreiche Knast-Serie aus den Vereinigten Staaten. Würde man diese für die Wiener Wahl adaptieren, könnte man sie einfach „Orange ist das neue Blau“ nennen. Schließlich sind es vor allem ehemalige orange „Buberln“, die dem ansonsten sehr farblosen Wahlkampf der Hauptstadt-Freiheitlichen den Anstrich verleihen sollen.

Kommentiert von René Rabeder

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Ein Polit-Söldner zum Fremdschämen

Vor allem Peter Westenthaler, der selbst bei den Wiener Wählern in etwa so beliebt ist wie nasse Socken an einem kalten Herbsttag, geht in den letzten Wochen hauptsächlich einer Beschäftigung nach: Stimmung gegen HC Strache zu machen. Generell scheint das die ausgerufene Taktik der, angesichts der Aussichten mutmaßlich sehr nervösen, Nepp-FPÖ zu sein: Einerseits die Politik Straches, samt dessen langjähriger Forderungen, zu kopieren – andererseits die Person Strache zu diskreditieren und wüst zu beschimpfen. Dass der „Polit-Söldner“ Westenthaler dabei oft selbst ins Peinliche abrutscht und man sich für manche seiner Postings eigentlich fremdschämen muss, scheint man ob der inhaltlichen Alternativlosigkeit in Kauf zu nehmen.

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Exklusives Gedächtnisprotokoll

Traurige Brisanz erhält das Ganze, weil der Verdacht nahe liegt, dass für diese Art des „Wahlkampfes“ auch noch Geld fließt. Eine Vermutung, die ein Gedächtnisprotokoll des Landtagsabgeordneten Günter Kasal, das „Jetzt24“ exklusiv vorliegt, nur verfestigt:

Im Rahmen einer Gemeinderatssitzung letzten Winter traf ich Ing. Peter Westenthaler im Halbstock des Wiener Rathauses vor den Klubräumlichkeiten der FPÖ Wien. Nach der Begrüßung fragte er mich, wo das Büro von „Maxi Krauss“ (nichtamtsführender Stadtrat) wäre. „Im 2. Stock, hier mit dem Aufzug nach oben und dann ganz nach hinten der Eingang auf der rechten Seite“, antwortete ich. In diesem Zusammenhang fragte ich am selben Tag Maximilian Krauss, ob Herr Ing. Westenthaler denn Geld von der FPÖ bekäme. „Sicher, warum glaubst du denn, dass er beim Fellner immer so gut über uns spricht?“, war die unmissverständliche Antwort. In einem meiner 4-Augen Gespräche mit Dominik Nepp wurde in der Folge diese Aussage auch bestätigt“, erinnert sich Kasal.

Gescheiterte BZÖ-Polit-Söldner, aus dem FPÖ-Umfeld für die tägliche Hetze und Verleumdung gegen HC Strache bezahlt. Bei so einer Beratung kann die Nepp-FPÖ nur verlieren.

 

Quelle: Screenshot: Facebook / Peter Westenthaler
Schreckt auch vor primitiven Angriffen auf das Privatleben der Straches nicht zurück: Peter Westenthaler packt auf Facebook selten die „feine Klinge aus“.

 

FPÖ-Wahlkampf vom Muppet-Balkon?

Auch mit Westenthalers „Buberl“-Freund hat sich „Jetzt24“ HIER bereits auseinandergesetzt.

 

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