Während Österreichs Gastronomen am Abgrund stehen, unzählige Unternehmer nicht mehr wissen wie es weitergehen soll, Kinder mit Schutzmasken zur Schule müssen und Österreicher sich an strenge regeln zu halten haben, scheint das alles für manche nicht zu gelten.

700 Türken feierten in Schrems (Niederösterreich) Hochzeit. Und bildeten dabei einen riesigen Corona-Cluster. Hinsichtlich Kontaktpersonen haben sie dazu auch noch gelogen.

Anzeigen

Gelogen

„Wir wurden eine Woche lang hinsichtlich der Kontakte angelogen. Uns wurde kostbare Zeit genommen, um eine Streuung des Virus einzudämmen“, ärgert sich Gmünds Bezirkshauptmann Stefan Grusch gegenüber der „NÖN“. „Die Aufarbeitung der Kontakte gestaltet sich extrem mühsam, wir verfügen nicht einmal über eine vollständige Besucherliste der Feier. Auch die Sprachbarriere erschwert das Contact Tracing teilweise“, so Grusch.

Konsequenzen gefordert

Der Bezirkshauptmann kündigte Konsequenzen an: „Ich zeige jeden, der uns angelogen hat, bei der Staatsanwaltschaft an. Das ist eine Gemeingefährdung für den gesamten Bezirk.“ Die Zahlen bestätigen das: Die Gesamtzahl der Infizierten sprang im Bezirk Gmünd jedenfalls zwischen dem 19. und 21. September von 28 auf 43 Fälle in die Höhe, 160 Bewohner des Bezirks befinden sich aktuell in Heimquarantäne.

Bildquellen

  • Hochzeit: Symbolbild: BURCU ERDILMEN / Shutterstock.com