Es klingt unfassbar: Arbeitslose Flüchtlinge und deren Familienmitglieder kosten den deutschen Staat jährlich über sechs Milliarden Euro. Das berichtet die „Junge Freiheit“ unter Berufung auf eine Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Harald Weyel hervor.

Eigentlich wollte Weyel von der Bundesregierung wissen, auf welche durchschnittliche Summe sich die monatlichen Kosten für die Unterbringung, Versorgung und Unterstützung eines Asylbewerbers belaufe. Laut dem Ministerium lasse sich das jedoch mit den Daten der Asylbewerberleistungsstatistik nicht beantworten. Lediglich bezogen auf die Grundsicherungsstatistik für Arbeitssuchende ließen sich hier genauere Angaben machen.

Anzeigen

Schwindelerregende Zahlen

So habe es im Mai 2020 rund 397.000 Bedarfsgemeinschaften gegeben „mit mindestens einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit einem Aufenthaltsstatus im Kontext von Fluchtmigration“, heißt es in der Antwort des Arbeitsministeriums. „Der durchschnittliche monatliche Zahlungsanspruch dieser Bedarfsgemeinschaften belief sich auf 1.389 Euro und enthält die Ansprüche für alle Mitglieder dieser Bedarfsgemeinschaften.“

19.000 Einfamilienhäuser

Demnach beliefen sich die Sozialkosten für arbeitslose beziehungsweise geringverdienende Flüchtlinge sowie deren Familien- oder Haushaltsmitglieder allein im Mai auf mehr als 551 Millionen Euro. Hochgerechnet auf das Jahr wären das ungefähr 6,6 Milliarden Euro.

„Setzt man die durchschnittlichen Kosten für ein Eigenheim bei rund 350.000 Euro an, reden wir hier von knapp 19.000 Einfamilienhäusern. Jedes Jahr, und nur für Unterstützungsleistungen für arbeitslose Flüchtlinge und ihre Familien. Das ist Wahnsinn“, versucht Weyel diese Zahl in eine begreifbare Relation zu setzen.

Bildquellen

  • Geldregen: Symbolbild: Pixabay / Alexas_Fotos