„Ja, ich habe die Partei bei sechs Prozent übernommen.“ Mit diesem Satz sorgte der FPÖ-Spitzenkandidat bei der Wahl am Sonntag bei der „Elefantenrunde“ im ORF für Kopfschütteln und Gelächter vor den Bildschirmen. 

„Der Volksschullehrer, der Dominik Nepp das Zählen beigebracht hat, sollte zurücktreten“, scherzte später Politik-Insider Peter Filzmaier in der ZiB.

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Der Ausschluss Straches hat der FPÖ-Wien extrem geschadet

Woran Nepp sich offenbar nicht mehr erinnern kann: Er wurde im Mai des Jahres 2019 designierter Obmann der Wiener Freiheitlichen. Zu dieser Zeit lag man laut Umfragen sogar noch bei 21 Prozent. Selbst im November lag man noch bei 16 Prozent.

„Geschadet hat der Wiener FPÖ der Ausschluss von Heinz-Christian Strache“, analysierte Filzmaier. Der Sinkflug der FPÖ begann mit der Obmannschaft Nepps so richtig steil zu werden. So lag man 2020 teilweise in Umfragen sogar schon bei acht Prozent. In den wenigen Monaten hat Nepp also bereits die Umfragewerte mehr als halbiert. Am Sonntag steht der FPÖ-Wien ein Debakel ins Haus.

FPÖ steht Debakel ins Haus

So erklärt sich auch die Nervosität der Blauen, die am heutigen Freitag Funktionäre aus dem gesamten Bundesgebiet in Bussen zum Viktor-Adler-Markt (zur Schlusskundgebung, Anm. d. Red.) fahren werden.

Bildquellen

  • Filzmaier: Bild: Wikimedia Commons / Asurnipal / CC-BY-SA-4.0