Die Corona -Pandemie ist weit mehr als nur ein Virus, das sich über die gesamte Erde verbreitet. Sie ist für einen Teil der Bevölkerung, vor allem aber für einen großen Teil der Eliten, längst zu einem hohen moralischen Ross geworden. Was 2015 noch Flüchtlinge waren, sind nun Masken und Babyelefanten. Die Deutungshoheit der vermeintlich moralisch Überlegenen treibt indes immer seltsamere Blüten …

Kommentiert von René Rabeder

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Was macht das aus den Menschen?

So gibt die deutsche Zeitung „Zeit“ in einem Artikel derzeit tatsächlich Tipps, wie man mit der Schuld (!) einen Menschen mit Covid19 infiziert zu haben, besser umgehen könne. „Schuld“ – das Lieblingswort des deutschen Wesens, an dem bekanntlich die ganze Welt genesen solle. Dem treuen Mainstream gelingt nun tatsächlich das Kunststück, alle Bürger, die sich mit Covid-19 infiziert haben, zu stigmatisieren. Schuld. Was macht das mit der Psyche der bereits entmenschlichten Masse, die mit dem Gesslerhut ihrer Zeit durch das öffentliche Leben schleicht? Was wird aus Kindern, die ihre Freunde hinter den Masken niemals lachen sehen? Was wird aus den Alten, die einsam in ihren trostlosen Kammern verenden? Schuld.

Vergebung gibt es nur für den, der der Obrigkeit brav folgt. Buße tut man in der Wahlkabine. Wer den Nachbarn verpfeift, weil dieser sich nicht an die Regeln hält, wird einst ins ewige Licht auffahren. Sofern er auch seine Steuern zahlt. Gepriesen seist du Corona, hast du uns doch gezeigt, was es heißt rechtschaffen zu sein. Wer ohne Schuld alleine dient und täglich brav in den Fernseher schaut, der ist es wert, ein Bürger zu sein.

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Am Ende dieser Pandemie werden wir uns um die psychischen Probleme einer ganzen Generation kümmern müssen. Wer jetzt mutig ist, investiert nicht in Klopapier, sondern in Zwangsjacken. Es ist ein Zukunftsmarkt …

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  • Corona Traurig: Symbolbild: goffkein.pro / Shutterstock.com